Meine Vision

Wer einmal in einem Stall gestanden ist, hat es möglicherweise gefühlt: Die Verbundenheit des Landwirts mit der Natur. Hier jedenfalls habe ich als Kind meine ersten landwirtschaftlichen Schritte gesetzt. Ich half dem benachbarten Bauern zwar nur beim Stallausmisten, für mich aber war es ein riesiger Spaß. Während meiner späteren Laufbahn als Radprofi habe ich das nie vergessen. Irgendwann wollte ich zurück in die Natur, zur Landwirtschaft, zu den Rindern. Das Erdverbundene, das Authentische wieder spüren. Mein Motto war also: Immer die Augen offen halten! Und das sollte sich lohnen – 1990, damals war ich noch Profi im Radsport, kam ich im Wienerwald in Laab im Walde vorbei. Auf einem der schönsten Plätze unserer Welt. Meine lange Suche hatte also ein Ende gefunden, und ich setzte die ersten Schritte in Gang, mir einen eigenen Hof zu bauen. Für die Rinderzucht, auf die ich mich spezialisieren wollte, kaufte ich schottische Hochlandrinder. Ein Jahr darauf machte mir mein damaliger Sponsor Dietrich Mateschitz zum 30. Geburtstag einen ersten Zuchtstier zum Geschenk.
Meine Vorstellungen nahmen schön langsam sehr konkrete Gestalt an. Es war 2006, als ich mein erstes Kobe-Beef serviert bekam. Das war der zündende Gedanke,  und meine Idee, Wagyu-Rinder zu züchten, war geboren. Der Weg war mühsam, aber lohnenswert: In dankenswerter Kooperation mit dem Veterinärmedizinischen Lehr- und Forschungsgut Kremesberg wurden die ersten Embryonen verpflanzt. Ich lernte geduldig zu sein;
nach einer Zeit stellte sich der ersehnte Erfolg ein: Drei Wagyu-Kälber kamen zur Welt. Mittlerweile bin ich stolzer Züchter von ca. 30 Tieren. Meine Vision ist Wirklichkeit geworden: Die erste österreichische Wagyu-Zucht!